BQÜ - Baubegleitende Qualitäts - Überwachung

Inhalt: 

Die allmähliche Ablösung von den klassischen Vergabeverfahren mit konventionellen Organisationsstrukturen führt zu veränderten Konfliktmechanismen bei der Abwicklung von Bauprojekten. Die früher gängige Polarisierung der Interessenlagen beschränkte sich im wesentlichen auf drei Ebenen :

  • Bauherr
  • Architekt
  • Bauunternehmer

Bei den zeitgenössischen Projektabwicklungsverfahren findet eine Entflechtung dieses zentralen Verantwortungsstranges statt. Außer dem Architekten nehmen noch andere Projektbeteiligte Kontrollfunktionen nebeneinander wahr

Der gleichzeitige Einsatz von vergütungspflichtigen Überwachungsinstituten führt zwangsläufig zu einer Erhöhung der Baunebenkosten, wenn keine Aufteilung von verfügbaren Mitteln auf die Anzahl der Überwachenden stattfindet, sondern eine kumulative individuelle Honorierung des Einzelnen entsprechend seiner Honorarordnung oder der individuellen Vertragsgestaltung.

Die Erfahrung zeigt, dass mit zahlenmäßig zunehmender Überwachungskompetenz nicht zwangsläufig auch ein äquivalenter Rückgang von Mängeln und Schäden einher geht. Bei rückläufiger Konjunktur steigt das Schadenserstattungsrisiko in Folge von Insolvenzen. Die individuelle Abgrenzung von Haftungsansprüchen gegenüber den Überwachern gestaltet sich mit deren zahlenmäßiger Zunahme sowohl vertragsrechtlich als auch in der Praxis immer schwieriger.

Ziele d. Veranstaltung: 

Die Seminarteilnehmer sollen Grundkenntnisse in der Baubegleitenden Qualitätsüberwachung erlangen und dabei sowohl die technischen Prüfverfahren als auch strategischen Aspekte der Kontrollmechanismen kennen lernen. Sie sollen in der berufsspezifischen Anwendung sichere Entscheidungen über den erforderlichen und wirtschaftlichen Einsatz von Überwachungsorganen treffen können.

Zielgruppe:

Architekten, Ingenieure, Bausachverständige sowie Berufsgruppen, die gleichartige Leistungen im Rahmen der Bauüberwachung und der baubegleitenden Qualitätssicherung erbringen

Termine